Der soziale Raum unserer Demokratie

Prof. Christoph Mäckler, Architekt

Kein Solitär

Ich komme aus einer alten Baumeisterfamilie, die in 200 Jahren immer wieder Baumeister, Bauingenieure, Stadtbaumeister hervorgebracht hat, und bin in einem modernen Einfamilienhaus am Sachsenhäuser Berg, am Goetheturm aufgewachsen; lag dort schon als Kind immer auf einem Fußboden hinter einer acht Meter langen Glaswand, durch die man in einen Garten, direkt auf den Stadtwald schaute. Es gab auch wunderschöne alte Möbel, viele Bücher, viel Musik, klassische Musik, und das alles hat mich sicherlich sehr stark geprägt.

Ich bin das jüngste von drei Kindern und hatte eine sehr glückliche Kindheit in einer Zeit nach dem Krieg, Frankfurt war im Wiederaufbau. Mein Vater war ebenfalls Architekt und hat sehr viel in und für die Stadt gebaut; unter anderem den Bartholomäus-Dom wiederaufgebaut, des Kolpinghaus, das Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Ein Wettbewerb, den er mit seinem Partner 1951, in meinem Geburtsjahr, gewonnen hatte. Von daher habe ich viel mitgenommen, auch über die Haltung zur Architektur. Aber da waren eben immer auch die alten Möbel, die mir das Gefühl gaben, dass es noch mehr gibt als die Moderne. Das hat mich sicherlich geprägt.

Das Problem der Moderne ist, dass man sich vom Alten absetzen wollte, gar nicht der Baustil selbst; jede Zeit hat ihre Baustile. Tatsächlich muss man die Moderne in ihrer Entwicklungszeit verstehen. Sie ist entstanden mit dem Zusammenbruch des Kaiserreichs nach dem Ersten Weltkrieg. Dass da Architekten wie Bruno Taut oder Ernst May in Frankfurt Häuser gebaut haben, die auch nach außen hin ausdrückten, dass man für eine demokratische Gesellschaft baut, dass man baut für diejenigen, die nicht viel Geld haben, das ist für mich selbstverständlich. Dass es dann eben keine Dächer gab und keine Stuckaturen, wie sie eben im 19ten Jahrhundert üblich waren, dass man also nur noch karge, einfache Kuben gebaut hat, das ist völlig verständlich, und man muss sich einfach nur darüber klar werden, dass wir heute 100 Jahre hinter dem Kaiserreich sind. Das heißt, so langsam muss man einfach anfangen, mal darüber nachzudenken, ob es nicht auch etwas anderes gibt.

Die Architektenschaft hat vielfach das Problem, dass sie damit nicht umgehen kann. Die Architektenschaft in ihrer Mehrheit denkt immer noch im Sinne der Moderne. Mich freut, dass eine jüngere Generation beginnt darüber anders zu denken. Der Wettbewerb „Neubebauung DomRömer“ zeigte, dass moderne Architektur auch Giebelhäuser bauen kann. Und das in einer sehr schönen Form. Den Begriff „Fassade“ durften wir eigentlich gar nicht in den Mund nehmen. Wenn Sie jemanden so richtig beschimpfen wollten, dann haben Sie ihn als Fassaden-Architekten bezeichnet. Wenn auch die 68er Jahre sicherlich ihre Berechtigung haben, so muss man heute doch sehen, dass wir an vielen Stellen das Kind mit dem Bade ausgeschüttet haben. Man hat die Gestaltung völlig außen vorgehalten, und es ging nur noch um das soziale Zusammensein.

Aber wir müssen uns einfach besinnen auf eine Architekturgeschichte, die länger ist als die Geschichte des letzten Jahrhunderts. Dass man im Westend Jugendstilhäuser verbarrikadierte, um sie vor dem Abriss zu bewahren, hat damit zu tun, dass man dem Kapital, wie man damals sagte, diese Häuser nicht überlassen wollte. Diese alten Häuser, Gründerzeithäuser, wertlos geworden, die ursprünglichen Bewohner in den Taunus gezogen. Deswegen hatte man politisch auch entschieden, dass dort Bürohäuser entstehen sollten. Heute kehren wir das alles wieder um, die Gesellschaft schätzt es mittlerweile, in der Stadt zu wohnen, in städtischen Häusern in hoher Qualität.

Natürlich bin ich zunächst auch als moderner junger Architekt angetreten und aufgetreten. Aber man darf eben mit seinem Diplom nicht das Denken aufgeben, sondern man muss sich weiterentwickeln. Ich bin jemand, der gerne liest und der gerne weiterdenkt und der versucht, im Sinne neuer Generation zu denken. Wir können nicht festhalten an dem Alten, sondern wir müssen in die Zukunft denken.

Das ist politische Haltung

Ich war viele Jahre BDA-Vorsitzender in Frankfurt am Main, und über meine Bauten und über meine Äußerungen habe ich in Frankfurt einen gewissen Bekanntheitsgrad gewonnen, was für einen Architekten völlig unüblich ist, da ich immer meine Meinung gesagt habe. Ich hatte sehr gute Beziehungen sowohl zu der Partei der Grünen als auch zu der CDU. Man hat mich gebeten, an der Gestaltungssatzung für das neue Dom-Römer-Areal mitzuarbeiten und den Wettbewerb „Neubebauung DomRömer“ zu organisieren. Wir haben dann in dem Kolloquium, zu dem die anderen Architekten gekommen waren, durchgesetzt, dass große Modelle im Maßstab 1: 20 von den Fassaden gebaut werden mussten.

Es war für mich völlig klar, dass es in erster Linie eigentlich nur um die Fassade geht, wenn Sie so ein Ensemble schaffen. Ob dahinter die Häuser grün, blau oder violett sind, ob das Maisonette-Wohnungen oder Hohlräume sind, das interessiert zunächst einmal die Stadtgesellschaft nicht. Stattdessen geht es erst einmal darum, einen Raum zu schaffen, einen Platz-Raum zu schaffen, einen Straßenraum zu schaffen – und der besteht aus Fassaden.

Ursprünglich war geplant, dass nur drei, vier, fünf Häuser historisch wiederaufgebaut werden sollten, während alle anderen Häuser in einem Architektenwettbewerb erarbeitet und ausgesucht werden sollten. Es war zunächst vorgesehen, dass die Altstadt mit moderner Architektur aufgebaut werden sollte, nach einem gewissen Gestaltungs-Modus mit Giebelfassaden, mit Schieferdächern, mit rotem Naturstein, also das, was typisch ist für Frankfurt. Ich habe mich dann auch sehr bemüht darum, viele Architekten anzurufen und zu fragen, ob sie doch bitte an dem Wettbewerb teilnehmen würden.

Einige sind am Telefon geradezu ausgeflippt, sind fast durchs Telefon gesprungen mit dem Vorwurf, wie ich mir eigentlich vorstelle, dass sie als moderne Architekten ein Giebelhaus planen würden. Es gab aber dann eben auch einige, wie Mark Jordi als junger Architekt, aber eben auch Leute wie Meinrad Morger aus der Schweiz, Thomas van den Valentyn und so weiter und so fort, die selbstverständlich das als Herausforderung gesehen haben und selbstverständlich an dem Wettbewerb teilgenommen haben.

Es waren zunächst fünf Rekonstruktionen vorgesehen, und das konnte ich mir auch gut vorstellen; diese Häuser waren gut dokumentiert, alle anderen Häuser wollte man neu bauen. Die Politik hat sich umentschieden und gesagt, jeder Käufer eines Hauses könne sich entscheiden, ob er den neuen Entwurf aus dem Architektenwettbewerb oder das ursprüngliche alte Haus dort stehen haben will. Das war eine Entscheidung, die leider zu spät eigentlich gefallen ist und dazu geführt hat, dass dann zu viele Häuser sozusagen historisch wieder aufgebaut wurden. Es sind aber nur Nachbildungen, weil viele dieser Häuser gar nicht richtig dokumentiert waren.

Damit hat sich die Stadt umgedreht, das fand ich nicht gut. Das hat auch dazu geführt, dass viel Kritik laut geworden ist. Sie müssen sich vorstellen: es war für die Politik ein unglaublicher Akt, überhaupt erst mal das Technische Rathaus für mehrere Millionen abzureißen. Ein Bürohaus mit 30.000 Quadratmetern, noch nicht mal ein halbes Jahrhundert alt, mitten in der Stadt, dazu gehörte sehr viel Mut.

Das muss ich den Politikern der damaligen Zeit zugutehalten, unter anderem Petra Roth, aber auch vor allem Lutz Sikorski von den Grünen damals noch, dass sie genau wussten, was sie da taten und dafür auch den Kopf hingehalten haben, sich haben beraten lassen. Das vor allem, nicht einfach zu glauben, man wüsste alles selbst; sondern man hat sich beraten lassen. Nicht nur von mir, sondern auch von anderen. Das fand ich hervorragend, fantastisch. Man hat sich informiert, ist durch verschiedene Städte gefahren, nach Dresden zum Beispiel, um einfach zu gucken, wie haben denn die ihren Wiederaufbau geschaffen?

Das ist eine politische Haltung, die ich hervorragend finde und von der ich mir wünschte, dass sie heute noch so da wäre. Ich habe manchmal das Gefühl, als wenn viele unserer Politiker einfach beratungsresistent sind und damit völlig am Ohr der Gesellschaft vorbeiarbeiten.

Dort hat das Auge was zu sehen

Was mich an dem Dom-Römer-Areal interessiert, ist eigentlich der städtische Raum aus öffentlichen Straßen, Plätzen und aus halböffentlichen Höfen. Das ist ein altes Prinzip der europäischen Stadt, was da wieder entstanden ist, was so neu nicht mehr gebaut wird. Und wir müssen so bauen. Das ist meine feste Überzeugung, weil nur das die Gesellschaft goutiert. Wir wohnen nicht umsonst am liebsten in den alten Städten, nicht in unseren Neubaugebieten.

Wir leben in unseren alten Städten in einer hohen Bevölkerungsdichte in Straßen, öffentlichen Straßen, öffentlichen Plätzen, mit schönen Fassaden; all die Dinge vermissen wir in unserer Neubausiedlung. Allein schon der Begriff „Siedlung“ zeigt, dass wir dort nicht Stadt bauen; sondern, wie es so schön heute heißt, „Wir machen Wohnungsbau“. Das ist genau der Unterschied zwischen dem, was am Dom-Römer entstanden ist, und was wir heute neu bauen. Das hat viel mit dem städtebaulichen Ambiente zu tun.

Wenn Sie sehen, wie nach der anfänglichen Verunsicherung, auch in der Politik, heute dieses Viertel angenommen wird! Die Leute flanieren dort, sitzen da beim Glas Wein oder beim Kaffee, es gibt was zum Schauen. Das ist nicht nur am Stoltze-Platz so, sondern das ist vor allem vielleicht auch in der Braubachstraße so, wo Sie einfach Fassaden haben, die ganz unterschiedlich sind, die aber als Straßenfassaden den städtischen Raum begleiten und ihn formen. Dort hat das Auge was zu sehen. Und das ist einfach fantastisch.

Diese Verliebtheit unserer Architekten in ihre Architektur, die sie überall, egal in welchem kulturellen Raum sie arbeiten, hinsetzen – ich glaube, diese Zeit ist einfach vorbei. Und zwar ist sie deshalb, weil die Gesellschaft einfach was anderes will. Sie können Häuser mit Hüftschwung bauen, und, ich weiß nicht wie, die Türme abknicken lassen und sonstige wilde Geschichten machen, das interessiert keinen mehr. Die Zeit ist, meine ich, Gott sei Dank vorbei. Wir müssen heute nachhaltig bauen oder, wie ich sage, dauerhafte Architekturen machen, die auch die nächsten Generationen wirklich noch erleben und beleben können. Das ist unsere Aufgabe für die Zukunft, wenn wir denn im Sinne einer vernünftigen ökologischen Sichtweise weiterleben wollen.

Ich arbeite mit meinem Institut am Projekt Römerhof hier in Frankfurt, aber auch in Bochum und hoffentlich auch bald in Hamburg und in Dresden an städtischen Projekten, die ein ganzes Viertel ausmachen und versuchen, die Qualitäten, die wir in unserer europäischen Stadt haben, dort wieder auferstehen zu lassen. Ich glaube, dass die Zeit dafür reif ist.

Wie baut man eine Stadt?

Ein städtebauliches Konzept wird in einen Entwurf und dieser in einen Bebauungsplan übertragen, in dem festgelegt wird, wie die Häuser zu entstehen haben, wie hoch die Häuser sind, ob sie in einer Flucht stehen oder nicht, Einzelhäuser sind oder ein geschlossenes Ensemble. Das heißt, es gibt Auflagen für jeden einzelnen Bauherren, der nachher ein Grundstück kauft, an das er sich zu halten hat. Was aber dazu gehört, das ist auch etwas, was mit den 70er Jahren verloren gegangen ist, die Idee von Stadt als einem Baukörper. Nicht das Einzelhaus, was als Solitär wie das Technische Rathaus an der Braubachstraße steht, sondern das Ensemble aus verschiedenen Häusern, die nebeneinander stehen in bestimmten Höhen und mit bestimmten Materialien und so weiter und so fort, die einen Raum bilden.

Der städtische Raum, der Straßenraum und der Platzraum sind der soziale Raum unserer Demokratie. Gerade die Pandemie offenbart, was passiert, wenn Menschen ihre Freiheiten verlieren, wenn sie in einer Zweizimmerwohnung zu dritt oder vielleicht sogar zu viert wohnen müssen und nicht raus dürfen; oder sie dürfen vielleicht raus, aber sie kommen nach draußen und dort ist einfach nur Schrott, da ist einfach Langeweile, und man will eigentlich gar nicht rausgehen, dann ist das für die Menschen sehr schwer. Das ist leider mit dieser Idee individualistischer Freiheiten ein wenig verlorengegangen, und das müssen wir zurückgewinnen.

Die Menschen leben auf der Straße und auf ihren Plätzen. Deswegen müssen wir uns um die öffentlichen Räume, Straßen und Plätze kümmern in Zukunft. Das ist genau das, was bei DomRömer stattgefunden hat. Wir haben uns um die Straßenfassaden und um die Platzfassaden zwischen Dom und Römer gekümmert mit einem Gestaltungsbeirat, mit einem Architektenwettbewerb, mit einer Politik, die zu dem Ganzen gestanden und das Ganze initiiert hat, und sind, wie wir wissen, zu einem wunderbaren Ergebnis gekommen.

Gestaltungssatzungen sind in Deutschland etwas Übliches, die für DomRömer war sehr offen und hat eigentlich nur festgelegt, dass mit ortstypischen Materialien gearbeitet wird; also Schieferdächer, und die in einer gewissen Steilheit, die festgelegt wurde. Giebelhäuser zur Straße dort, wo eben Giebelhäuser standen, roter Mainsandstein und so weiter.

Wir Architekten haben die gesellschaftliche Aufgabe, städtischen Raum so zu gestalten, dass diese Gesellschaft sich darin wohlfühlen kann. Dabei geht es klar darum, dass wir den Ort, an dem wir bauen, begreifen als einen städtischen Raum, den wir so zu ergänzen haben, dass er nicht durch den Neubau zerstört wird oder dass man nicht mit seinem Neubau gegen den Ort arbeitet, sondern dass man den Ort kräftigt, dass man ihn verschönert, dass man ihn verbessert an der Stelle, an der wir bauen. Die Politik dagegen tut oft so, als wenn sie damit gar nichts zu tun hätte.

Das Bauministerium beispielsweise war in den letzten Jahrzehnten dem Umweltministerium, dem Verkehrsministerium und jetzt dem Innenministerium unterstellt. Allein diese Tatsache zeigt, wie wenig die Politik versteht, dass der Städtebau eines der größten, sozialpolitischen Themata ist. Man überlässt das einfach den Architekten beziehungsweise den Bauherren, und das ist grundlegend falsch. Natürlich hat ein Architekt seine Gestaltungsfreiheiten und muss in irgendeiner Weise dem Haus mit der Hausfassade zu Schönheit verhelfen; aber er muss es in einem gewissen städtebaulichen Duktus tun, im Rahmen dessen, was den Ort kräftigt. Er kann nicht machen, was er will. Das ist meine feste Überzeugung.

Ich glaube, dass wir wieder lernen müssen, das zeigt auch das Beispiel Marc Jordi und Susanne Keller sehr gut, dass man sich mit dem Detail von Materialien, Steinmaterialien, Putzmaterialien und so weiter in der Gestalt einer Fassade auseinandersetzen kann und damit plötzlich zu einer Fassade kommt, die man sich zweimal anschauen muss, um zu erkennen, dass sie neu ist. Trotzdem fügt sie sich in den alten Duktus dieses Ortes DomRömer fantastisch ein. Dieses Haus Markt 40 hat über Eck verglaste Fenster, was es natürlich im Mittelalter nie gegeben hat. Das ist eigentlich nur möglich, seitdem wir mit Stahlbeton arbeiten.

Genau diese Feinheiten, dieses Sich-Auseinandersetzen mit Material, mit Farbe, mit Form, mit Proportionen ist das, was in der Architektur der Stadt vonnöten ist.

Gestaltungsbeirat

Worüber ich noch gar nicht gesprochen habe, ist, dass die Stadt – und auch das ist sehr ungewöhnlich gewesen – mich beauftragt hatte, einen Gestaltungsbeirat zusammenzustellen. Ich konnte diesen Gestaltungsbeirat benennen, habe die einzelnen Mitglieder den beiden Fraktionen seinerzeit vorgestellt, und die Mitglieder waren nicht nur unglaublich unterschiedlich in ihrer architektonischen Haltung, sondern es waren alles Personen, die nachdenken können, die sich auch mit Literatur der Architektur auseinandersetzen. Das waren zum Teil sehr spannende, schwierige Diskussionen, die wir geführt haben.

Es gab manchmal die Situation, dass wir die Architekten unterstützt haben gegenüber den Bauherren, und manchmal mussten wir den Bauherren schützen gegenüber der Haltung der Architekten. Das heißt, wir haben versucht, eine Vermittlung zu bewerkstelligen zwischen der Bauherrenschaft, sprich, der Stadt Frankfurt am Main, und den Architekten. Das war nicht immer ganz einfach. Aber auch dort, muss man sagen, hat die Stadt wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Sie wissen, dass es dort einen Aufsichtsrat gab für DomRömer, und dieser Aufsichtsrat hat sich die ganzen Argumente angehört. Wir waren ja nur beratendes Gremium, Entscheider war die Politik.

Es gab zudem den Sonderausschuss DomRömer als eine Art kleines Unter-Parlament, angeführt vom Politiker der Grünen, Uli Baier, der sich dieser DomRömer Aufgabe sehr intensiv angenommen hatte.

Er ist weitgehend der Einzige gewesen, der konsequent den Sitzungen des Gestaltungsbeirates beigewohnt und mit kritischen Fragen begleitet hat. Da ging es manchmal auch sehr heftig zu. Ich hatte auch ab und zu mit ihm durchaus heftige Auseinandersetzungen.

Aber dass sich ein Politiker die Mühe gemacht hat, sich um diesen Städtebau unter dem Dom zu kümmern, das ist fantastisch. Das müssten sich eigentlich alle Politiker in Deutschland mal wirklich zum Vorbild nehmen. Das müssten sie nicht nur, wenn es um DomRömer geht, nicht nur, wenn es darum geht, ein Stück Altstadt in Anführungszeichen „wiederentstehen zu lassen“, sondern auch wenn es um unseren Wohnungsbau geht, von dem wir heute so reden, wenn es um unseren Stadtbau geht. Wenn es darum geht, Stadtgebiete wie den Römerhof oder die Josefstadt zu entwickeln, dann müssen Politiker da sein und genau nachfragen: Was macht ihr da eigentlich?

Was ist eigentlich das, was uns dort als Gesellschaft erwartet? Das ist, glaube ich, etwas, was man aus dem DomRömer-Projekt lernen kann. Etwas sehr, sehr Wichtiges.

Prof. Christoph Mäckler, Architekt und Stadtplaner, Vorsitzender des DomRömer-Gestaltungsbeirats.

Gespräch im März 2021 - Zusammenschnitt

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